Dreijährige Weiterbildung (GK I)

Systemische Therapie/ Familientherapie

Zielgruppe

MedizinerInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, SoziologInnen, PädagogInnen, TheologInnen, ErzieherInnen, Fachkräfte für soziale Arbeit

 

Abschlüsse, welche hier nicht aufgelistet sind werden im Einzelfall geprüft.

Aufnahmebedingungen

  • Hochschul- oder Fachhochschul-Abschluss in einer humanwissenschaftlichen Disziplin (Medizin, Psychologie, Sozialpädagogik, Soziologie, Pädagogik, Theologie)
  • Zwei Jahre Praxis
  • Ein berufliches Arbeitsfeld, in dem die systemischen Ideen und Vorgehensweisen umsetzbar sind (Ausnahmen sind möglich)
  • Abschluss eines Weiterbildungsvertrages für jeweils 1 Jahr (Grundkurs, Supervisions- und Praxisjahr, Fortgeschrittenenkurs)

Umfang

1. Jahr - Grundkurs


8 Blockseminare zu je 30 Stunden
Theorie, Methodik, Selbsterfahrung, Übungen

240 Stunden

2. Jahr - Supervisions- und Praxisjahr

5 Blockseminare Supervision zu je 30 Stunden
2 x 6 Tage Selbsterfahrung zu je 60 Stunden 

Supervision:       150 Std.
Selbsterfahrung: 120 Std.

  270 Stunden

3. Jahr - Fortgeschrittenenkurs


6 Blockseminare zu je 30 Stunden, Theorie, Methodik

180 Stunden

Selbstorganisierte Studiengruppenarbeit in 3 Jahren


Literaturstudium, Reflexion, Vertiefung, Übungen

100 Stunden

4 Prozessdokumentationen

40 Stunden

Eigene Beratungs- und/ oder Therapiestunden


während der dreijährigen Weiterbildung

200 Stunden

Gesamtumfang: 1.030 Stunden

Die Stundenzahl ist entsprechend den derzeitigen Zertifizierungsrichtlinien der SG gültig. Insgesamt steht ein Zeitraum von 5 Jahren nach Beginn der Weiterbildung zur Verfügung, um eine Zertifizierung anzustreben.


Bausteine

Die Weiterbildung wird als praxisrelevanter, übungsbezogener und kollegialer Aneignungsprozess betrachtet.

Selbstreflexion der beruflichen Praxis und Selbsterfahrung, insbesondere Arbeit an der eigenen Herkunftsfamilie, sind immanente Bestandteile der Weiterbildung, erweitern die persönliche und berufliche Kompetenz und bereichern die persönliche Entwicklung.

Einjähriger Grundkurs (GK)

In diesem Kurs werden die theoretischen und methodischen Grundlagen systemischer Beratung und Therapie/ Familientherapie erarbeitet und eingeübt.


Die Studiengruppenarbeit ohne Lehrtherapeuten beginnt.

Einjähriges Supervisions- und Praxisjahr

In diesem Jahr wird die systemische Methodik von den Teilnehmern in ihrem Praxisfeld vertieft umgesetzt und in Supervisionen vorgestellt.


Als Supervision wird die reflexive Auswertung und Vorbereitung der Therapie- und Beratungspraxis der TeilnehmerInnen mit einer Supervisorin/ einem Supervisor (SG) als Gruppen- oder Live-Supervision verstanden. Die Therapie- und Beratungspraxis ist nach Möglichkeit audiovisuell für die Supervision zugänglich zu machen.


Das Supervisions- und Praxisjahr wird durch Selbsterfahrung mit überwiegend systemischen Methoden bereichert.

Die Studiengruppenarbeit wird fortgesetzt.

Fortgeschrittenenkurs (FK)

In diesem Jahr werden die theoretischen und methodischen Kenntnisse vertieft und um spezifische Inhalte systemischer Arbeit erweitert. Dazu werden Gastlehrtherapeuten eingeladen.

Die Studiengruppenarbeit wird fortgesetzt und beendet.

200 eigene Beratungs- bzw. Therapiestunden werden nachgewiesen, 4 abgeschlossene therapeutische/ beraterische Prozesse werden dokumentiert.

Abschluss

Nach Abschluss der Weiterbildung kann das Zertifikat "Systemische Therapeutin/ Familientherapeutin" (SIS)/ "Systemischer Therapeut/ Familientherapeut" (SIS) am Institut beantragt werden.

 

Die Zertifizierung durch die SG kann bei Vorlage des SIS-Zertifikates am SIS beantragt werden. Ein Weiterbildungsvertrag wird für jedes Jahr einzeln abgeschlossen. Die Bezahlung erfolgt durch Regelung im Weiterbildungsvertrag.

 

Persönliche Zeitpläne sind nach Absprache möglich.

Inhalte der dreijährigen Weiterbildung

nach den Richtlinien der SG (Auswahl)

  • Wissenschaftstheoretische und epistemologische Positionen, die für die Entwicklung der systemischen Therapie relevant waren und sind
  • Systemdiagnostische Modelle für die Beschreibung, Erklärung kommunikativer Muster und Beziehungsstrukturen
  • Intra- und interindividuelle Verarbeitungsformen lebensgeschichtlicher, affektiver und kognitiver Beziehungserfahrungen
  • Therapeutische Haltungen und tragfähige Kontaktgestaltung in der therapeutischen Kooperation mit Klienten
  • Anerkennung, Förderung und Würdigung der besonderen Ressourcen und der Einzigartigkeit von Klientinnen, Klienten und Klientensystemen
  • Methodik für die Gesprächsgestaltung, Settingwahl, Interventionsformen und die Nutzung des therapeutischen Teams
  • Spezielle Vorgehensweisen in Krisen- und Belastungssituationen (Trennung, Scheidung, Verluste, Krankheit, Behinderung, Suchtverhalten, Suizid, Tod)
  • Systemische Konzepte und Vorgehensweisen bei der Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation psychischer, psychosomatischer und körperlicher Krisen
  • Berücksichtigung des sozialen und institutionellen Kontextes der therapeutisch - beraterischen Arbeit und die Förderung der Kooperation mit Helferinnen, Helfern und Helfersystemen
  • Zusammenleben und Getrenntsein (Sexualität, Familienformen, Eltern-Verantwortung, sexueller Missbrauch, Gewalt)
  • Imaginative, sinnlich-visuelle und kreativ-mediale Vorgehensweisen
  • Hypnosystemische Konzepte und andere Therapieverfahren
  • Begleitende Reflexion des privaten und professionellen Kontextes

Kosten

(Änderungen vorbehalten)

 1. Jahr: Grundkurs /24 Tage / 240 UE
 
 8 Blöcke x 3 Tage zu jeweils 220 €
 1.760 €
 Organisationsgebühr
50 €
  1.810 €


 2. Jahr: Supervisions- und Praxisjahr / 27 Tage / 270 UE
 
 5 Blöcke x 3 Tage Supervision zu jeweils 240 € 1.200 €
 150 Stunden Supervision
 
 120 Stunden Selbsterfahrung, zzgl. Unterkunft/ Verpflegung (externes Seminarhaus)
 920 €
 Organisationsgebühr
50 €
   2.170 €
   
 3. Jahr: Fortgeschrittenenkurs /18 Tage / 180 UE  
 6 Blöcke x 3 Tage zu jeweils 300 €
1.800 € 
 Organisationsgebühr
50 € 
  1.850 €
   
 Gesamtkosten für 690 Lehrstunden
5.830 € 
 Zertifizierung SIS und Antrag auf Zertifizierung bei der SG 110 € 

Zahlungsbedingungen - Grundkurs

Bezahlt wird der verbindliche Platz, nicht die Teilnahme. Bis 10.01. des laufenden Jahres wird eine Anzahlung von 270 € incl. Organisationsgebühr auf das SIS-Konto fällig.

 

 

Der Restbetrag wird in 11 monatlichen Raten zu 140 € zum 5. Kalendertag des jeweiligen Monats auf das SIS-Konto fällig.

 

Bei Teilnahmeverhinderung besteht Zahlungspflicht. Eine Seminarteilnahme ist nur nach termingerechter Zahlung möglich. Die Zahlung des Gesamtbetrages ist möglich.


Bei Stornierung der Anmeldung für den Grundkurs nach dem 31.10. wird eine Bearbeitungsgebühr von 30 € erhoben. Erfolgt ein Rücktritt innerhalb der letzten 4 Wochen vor Kursbeginn, so werden 50 % der Gesamtsumme des gebuchten Platzes sofort fällig.


Die Zahlungsmodalitäten für das Supervisions- und Praxisjahr und den Fortgeschrittenenkurs werden mit der erneuten vetraglichen Vereinbarung geregelt.

Anmeldung, Weiterbildungsunterlagen, Seminarorte

 

Anmeldungen erfolgen für jedes Kursjahr einzeln mit dem jeweiligen Anmeldeformular bis spätestens 15.01 für das jeweilige Jahr.

Der Grundkurs beginnt jährlich im Januar. Die gesamte Weiterbildung wird nach drei Jahren im Dezember abgeschlossen.

Die Benachrichtigung über die Platzvergabe erfolgt bei Erfüllung der Eingangsbedingungen in der Reihenfolge des Eingangs.

Dem Aufnahmeantrag mit Passbild für den Grundkurs sind

  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • Kopien der bisherigen Berufsabschlüsse und Weiterbildungen
  • eine schriftliche Darstellung der Motivation für die Weiterbildung

beizufügen.

 

Aufnahmeanträge und Termine sind auch in der Geschäftsstelle auf Anfrage erhältlich.

Alle Seminare des Grundkurses, der Supervision und des F-Kurses finden im Institut in Hohenstein-Ernstthal statt (Änderungen vorbehalten).

Selbsterfahrungs-Seminare finden in einem externen Seminarhaus statt (jeweils 2X6 Tage).